Anschlussfinanzierung: Prolongation oder Umschuldung?
Wenn die Zinsbindung ausläuft, steht eine wichtige Entscheidung an: bequem bei der bisherigen Bank verlängern - oder Angebote anderer Banken vergleichen? Genau darum ging es im 10-Minuten-Vortrag von Thomas Biebel von Biebel Consulting.
Eine Prolongation ist unkompliziert: Meist genügt die Unterschrift, ohne neue Einkommens- oder Objektprüfung. Eine Umschuldung erfordert mehr Unterlagen und verursacht Grundbuchkosten. Dafür wird die Immobilie neu bewertet; ein gestiegener Wert oder Modernisierungen können die Ausgangslage verbessern.
Thomas Biebel zeigte es an einem Rechenbeispiel: Bei 300.000 Euro Restschuld lag die angenommene Prolongation bei 4,8 Prozent Zins und 1.947 Euro Monatsrate. Eine Umschuldung mit 4,3 Prozent konnte bei gleicher Rate die Laufzeit im Beispiel von 20 auf 18,75 Jahre verkürzen und die kalkulierten Zinskosten um rund 30.000 Euro senken. Wer stattdessen bei 20 Jahren bleibt, kann die Rate auf 1.865 Euro reduzieren – rund 82 Euro weniger monatlich und knapp 19.500 Euro weniger Zinskosten.
Das Beispiel zeigt: Ein Vergleich kann sich lohnen. Die tatsächlichen Konditionen hängen von der individuellen Situation ab. Vielen Dank, Thomas, für den praxisnahen Einblick! Wer eine Anschlussfinanzierung plant, sollte das Angebot der Hausbank prüfen lassen, bevor die Entscheidung fällt.
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