Namibia – Urlaubsbericht und Spendenaufruf

Alexander Dietrich hat sich im Mai eine 2wöchige Auszeit von der Arbeit als Rechtsanwalt und auch von PEN gegönnt. Am 29.Mai berichtete er von der Reise durch Namibia und rief dazu auf, mit ihm zusammen ein Grundschulprojekt zu unterstützen.

Die Reise führte durch markante Ziele in dem Land, das mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland, aber nur rund 3 Millionen Einwohner hat. Dafür um so mehr Natur und Tierwelt. Auf dem Weg lagen große Steppen- und Berglandschaften, Sandwüste mit den bekannten roten Dünen, der Südatlantik mit Pelikanen, Delfinen und Robben bei Walvis Bay und deutsch-kolonialem Erbe in Swakopmund. Eine Etappe lag bei den San-Ureinwohnern, die in einem Living Museum die frühere Lebensart näherbrachten. Der Etosha Nationalpark durfte nicht fehlen, mit der ganzen Palette an Wildtieren wie Antilopen, Zebras, Gnus, Elefanten und Giraffen. Am Ende lag noch eine erholsame Auszeit mit einer Lodge auf einem mehrere 1000 Hektar großen Gelände, auf dem man Wanderungen und Ausfahrten machen und gelegentlich dann doch mal per VPN einen Blick auf die dienstlichen E-Mails neben kann.

Das Wichtigste zum Schluss: Eine Etappenstation lag bei der ARIS-Grundschule nahe Windhoek. Hier werden gut 150 Kinder vom Kindergartenalter bis zur 7. Klasse per wegen der großen Entfernungen per Internat unterrichtet. Hier versucht man, mit staatlicher Grundfinanzierung für das Allernötigste und privaten Spenden Landarbeiterkindern aus der Umgebung bessere Chancen zu geben. Das geschieht dort auf einem Niveau an Infrastruktur, was für unsere Verhältnisse undenkbar wäre. Beispiel: 12 Kinder im Kindergartenalter schlafen dort in Stockbetten in einem Raum, der in Deutschland für ein Kind fast schon zu klein wäre. Der Kleiderschrank „für alle“ ist ein kleiner Aktenschrank mit Schubladen, und darauf steht ein Wäschesammler für die ganze Gruppe. Da sieht man, wie wenig die Menschen haben, und trotz allem versuchen Schüler und Lehrer, das Beste daraus zu machen. Bildung zum Aufbau eigener Kompetenzen und Strukturen ist das Wichtigste, was das junge und dynamische Land mit vielfältigen Traditionen und Kulturen braucht.

Das Projekt wurde und wird gefördert von der Stiftung des Reiseveranstalters Chamäleon, aber auch schon von den Lions aus dem Odenwald und dem Gymnasium Michelstadt. Da lag es nahe, dass Alexander Dietrich an das Melibokus-Team einen Aufruf richtet, sich seiner eigenen Spende an die Stiftung gerne anzuschließen.